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Infoblatt Parketttechnik: Untergrundfibel für Fußbodenarbeiten

Inhalt:

1. Erkennungsmerkmale von Standarduntergründen

1.1 Estricharten
1.2 Erkennungsmerkmale der verschiedenen Estriche
1.3 Sonstige Untergründe
1.4 Estrichkonstruktionen
1.5 Estrichfeuchten

2. Untergrundprüfung

2.1 Welche Prüfungspflicht hat der Bodenleger
nach DIN 18365 (Bodenbelagarbeiten)
2.2 Welche Werkzeuge und Hilfsmittel sind dazu erforderlich

3. Untergrundvorbereitungen

3.1 Vorbereitung nach DIN 18365
3.2 Vorbereitung von Altuntergründen
3.3 Risssanierung

4. Hinweis auf weitergehende Parkettverlegung nach

DIN 18356 mit Aufbauempfehlung.

1. Erkennungsmerkmale von Untergründen

1.1 Estricharten:

Zementestrich (ZE)
Zementfließestriche (ZFE)
Anhydritestriche (AE)
Anhydritfließestriche (AFE)
Magnesitestriche (ME)
Gussasphaltestriche (GA)
Schnellestriche
Steinholzestriche
Industrieestriche

 1.2. Erkennungsmerkmale der verschiedenen Estriche:

1.2.1 Zementestrich: Feldeinteilung maximal 6 x 6 m; In der Praxis oft bis 50 m2 Risse und Aufwölbungen im Rand- und Fugenbereich, Scheinfugen an den Türlaibungen, Säulen usw. Feuchtigkeitsbeständig: Stärke bis 45 mm

1.2.2 Zementfließestrich: Feldeinteilung maximal 6 x 6 m; In der Praxis oft bis 50 m2. Risse und Aufwölbungen im Rand- und Fugenbereich, Scheinfugen an den Türlaibungen, Säulen usw. Feuchtigkeitsbeständig: Schleifen erforderlich mit z. B. Einscheibenmaschine (Körnung 16) Stärke ca. 45 mm

1.2.3. Anhydritestrich: Helle, beige Farbe, glänzende Oberfläche, die Oberfläche ist sehr eben und glatt. Große fugenlose Flächen bis max 1000 m2. Schleifen erforderlich (Schon kurz nach der Abtrockenzeit) Körnung 16, Stärke bis ca. 35 mm. Problematisch falls Stärke 60 mm übersteigt.

1.2.4. Gussasphaltestrich: Dunkelgrau bis schwarz. Durch eingeriebenen Quarzsand ist die Oberfläche sehr griffig. Geruch nach Asphalt bzw. Bitumen. Es dürfen keine glänzenden Stellen bzw. Elefantenhaut vorhanden sein.

1.2.5. Magnesitestrich: Harte, glatte Oberfläche. In der Regel farbige und glänzende Oberfläche, große fugenlose Flächen. Bei der Verlegung von dampfdichten Belägen (PVC) müssen besondere Maßnahmen getroffen werden, da sich sonst der Estrich zerstört (Hinweis der Hersteller)

1.2.6. Steinholzestrich: Sichtbare Holzspäne, helle, raue Oberfläche, kann eingefärbt sein, keine Randstreifen. Oft mit einer Wachsschicht versehen, die vor Bearbeitung mit einem 16er Korn geschliffen werden muss. Beschädigungen müssen sorgfältig behoben werden.

1.2.7. Industrieestrich: Harte, glatte Oberfläche, nur als Nutzschicht einsetzbar, für Hubwagen, Stapler usw. geeignet.

Verbundestrich: Bei Verunreinigungen mit Öl ist Vorsicht geboten.

1.3. Sonstige Untergründe

1.3.1. Rohbeton, Vakuumbeton, Asphaltfeinbeton:
Diese Untergründe sind normalerweise nicht für die Aufnahme von Oberflächenbelägen geeignet.

1.3.2. Trockenbau: Bei der Verlegung von jeglichen Platten im Trockenbau sind folgende Punkte zu beachten:

Die Platten müssen schwingungsfrei verlegt und gegebenenfalls auf geeigneten Unterkonstruktionen befestigt werden.

Die Fugen müssen dauerhaft sauber verleimt oder gespachtelt sein. Lackierte Platten müssen vor der Verlegung geschliffen werden. Gipskartonplatten und Gipsestrichplatten müssen nach Vorschrift der Hersteller grundiert werden.

Grundsätzlich ist bei Balkendecken für eine geeignete Hinterlüftung zu sorgen. Feuchte-Stau kann zu irreparablen Schäden führen.

Lackierte OSB Platten, Spanverlegeplatten V 100 E 1, Holzdielenboden, Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten.

 1.3.3. Altuntergründe: Bei Stein- und Keramikböden ist ein Anschliff mit K 16 erforderlich. Fugen sind aufzufüllen, zu spachteln und zu grundieren. Alte Kunststoffkleber sind sorgfältig zu entfernen bzw. abzuschleifen (K 16). Auf textilen und elastischen Untergründen kann kein Oberboden verklebt werden.

Stein- und Keramikböden, Textile und elastische Beläge, Nutzestriche, Stampfasphalt

1.4. Estrichkonstruktionen nach DIN 18560 (Estrich im Bauwesen) von unten nach oben:

1.4.1. Estrich schwimmend: Beton, Folie, Dämmung, Trittschall Folie, Bitumenpapier, Estrich.

1.4.2. Heizestrich: Beton, Folie, Dämmung, Trittschall, Folie,
Bitumenpapier, Estrich mit Heizschlangen.

1.4.3. Estrich auf Trennlage: Beton, Folie / Schrenzlage, Estrich

1.4.4. Verbundestrich: Beton, Estrich

1.5. Estrichausgleichfeuchte in CM %

Estriche: Dampfdichte Beläge (in CM %) - Dampfoffene Beläge (in CM %)
Zementestrich (ZE) < 2,0 < 2,54
Zementfließestriche (ZFE) < 1,8
Anhydritestriche (AE) < 0,5 < 1,0
Anhydritfließestriche (AFE) <0,3
Magnesitestriche (ME) 1,0 bis 3,5
Gussasphaltestriche (GA) 0,0
Schnellestriche nach Herstellerangaben
Steinholzestriche 3,0 bis 12,0
Industrieestriche werden in der Regel nicht belegt

2. Untergrundprüfungen

2.1. Die Prüfungspflichten des Bodenlegers gemäss VOB Teil C, DIN 18365 (Bodenbelagsarbeiten):

Der Untergrund muss gemäß DIN 18365 für die Aufnahme des Bodenbelags geeignet sein, Der Untergrund muss fest, sauber, dauertrocken, rissfrei, plan, zug- und druckfest sein. Für eine dauerhafte und schadfreie Bodenbelagsverlegung ist eine Untergrundüberprüfung erforderlich.

Mängel des Untergrundes müssen in schriftlicher Form dem Bauherrn und dem Architekten mitgeteilt werden. Eine Bestätigung des Erhalts ist erforderlich. Evtl. müssen Gewährleistungsausschlüsse festgelegt werden. Es muss der Untergrund vom Auftragnehmer vor der Ausführung auf Eignung überprüft werden.

Die Prüfungspflicht umfasst:

  • • Trockener Untergrund
  • • Feste Oberfläche des Untergrunds
  • • Ausführung der Dehnungsfugen (evtl. schlecht)
  • • Zu glatter oder zu rauer Untergrund
  • • Größere Unebenheiten des Untergrunds
  • • Unrichtige Höhenlage des Untergrunds
  • • Ungeeignete Temperatur des Untergrunds
  • • Ungeeignete Temperatur oder Luftfeuchte im Raum
  • • Fehlendes Heizprotokoll bei Heizestrich
  • • Fehlene Messpunkte bei Heizestrichkonstruktion
  • • Verunreinigte Oberfläche des Untergrundes
  • • Entfernte Stellstreifen bzw. Randstreifen.

2.2. Welche Hilfsmittel sind erforderlich:

Die Restfeuchte des Untergrundes wird am genauesten mit einem CM Gerät nach der Calcium Carbid Methode ermittelt. Die Oberflächenfestigkeit wird mit dem Ritzmesser geprüft. (Kreuzschnitte, falls Abbröselungen in den Schnittstellen entstehen ist die Oberfläche nicht in Ordnung. Die Schnitte müssen sauber sein. Falls Dehnungsfugen mangelhaft ausgeführt sind, wird optisch ermittelt. Ob der Untergrund zu glatt oder zu rau ist muss auch optisch ermittelt werden. Um die Unebenheiten zu überprüfen benötigt man ein Richtscheid und einen Messkeil. Die richtige Höhenlage des Untergrundes wird optisch beurteilt. Die Temperatur des Untergrundes wird mit einem Gann-Gerät oder einem Bodenthermometer ermittelt. Die Temperatur im Raum und die Luftfeuchte des Raumes wird mit einem Hydrometer und einem Thermometer ermittelt. Verunreinigung des Untergrundes wird auch optisch ermittelt. Ein fehlender Randstreifen wird auch optisch festgestellt. Messpunkte für die Feuchtemessung wird optisch ermittelt. Das Heizprotokoll muss vom Heizungsbauer ordnungsgemäß ausgefüllt und unterschrieben werden.

Ebenheitstoleranzen nach DIN 18202: Flächenfertige Böden und Estriche Stichmaß als Grenzwerte in mm bei Abständen der Messungen in m:

 

0,1 / 0,6 / 1 / 1,5 / 2 / 2,5 / 3 / 3,5 / 4 / 6 / 8 / 10 / 15 / in m

Normale Anforderung: 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10 / 11 / 12 / 15 / in mm

Erhöhte Anforderung: 1 / 2 / 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 8 / 9 / 10 / 11 / 12 / 15 / in mm

Angaben zu Temperatur und Luftfeuchte:

  • • Raumtemperatur mindestens 18 °C
  • • Bodentemperatur mindestens 15 °C
  • • Rel. Luftfeuchte maximal 75%
  • • Bei Parkettarbeiten maximal 65%

3. Untergrundvorbereitungen

3.1 Vorbereitung des Untergrundes nach DIN 18365 (Bodenbelagsarbeiten):

Der Untergrund muß gemäß DIN 18365 alle Prüfanforderungen erfüllen.

3.1.1 Neue Zementestriche sollen angeschliffen werden. Anhydrithestriche müssen immer nach Vorschriften des Herstellers grundsätzlich mit einer Körnung geschliffen werden. Die Stäube sind sorgfältig mit einem Sauger abzusaugen.

3.1.2. Falls der Boden nun die DIN Norm einhält, bedarf es keiner weiteren Grundierung.

3.1.3. Falls der Boden Unebenheiten aufweist, die der Norm nicht entsprechen, muss der Boden grundiert werden und mit einem Fließestrich ausgestattet werden, so dass der Boden einen Bodenbelag aufnehmen kann. Der Fließestrich muss auf alle Fälle eine Mindeststärke von 2mm aufweisen und vorschriftsmäßig eingebaut werden. (Rakeltechnik ist zu empfehlen unter Zuhilfenahme einer Stachelwalze.

3.1.4 Gussasphaltestriche müssen immer abgespachtelt werden, damit eine möglichst gleichmäßige Saugfähigkeit hergestellt wird. Maximale Spachtelstärke 5mm.

3.2 Untergrundvorbereitungen von Altuntergründen:

3.2.1 Altbeläge müssen mit der Trägerschicht komplett entfernt werden.

3.2.2 Alte Klebstoffschichten müssen komplett entfernt werden. Bitumenklebstoffe, Sulfitablaugeklebstoffe müssen sorgfältig abgeschliffen bzw. abgefräst werden.

3.2.3 Die Oberflächen sind danach sorgfältig von Staub und Schmutz zu befreien.

3.2.4 Falls die Oberfläche noch nicht der Güte entspricht, dass sie einen Oberboden aufnehmen kann, muss sie grundiert werden, und es sollte danach ein Fließestrich mit der Rakeltechnik unter zu Hilfenahme einer Stachelwalze aufgebracht werden.

3.2.5 Nach gründlicher Abtrocknung kann dann der Bodenbelag verklebt werden.

3.3 Risssanierung:

3.3.1. Fugenarten und ihre Behandlung:

3.3.1.1. Eine Tagesansatzfuge (Arbeitsfuge oder Feldbegrenzungsfuge) ist nach Abtrocknung des Estrichs zu schließen.

3.3.1.2. Kellenschnitte oder auch Scheinfugen können nach der Abtrocknung geschlossen werden.

3.3.1.3. Eine Randfuge darf nicht geschlossen werden.

3.3.1.4. Schallabsorbierungen dürfen nicht geschlossen werden.

3.3.1.5. Fugen, die den Estrich in verschiedene Flächen teilen, müssen im Belag übernommen werden.

3.3.2.Risse im Estrich: Haarrisse und Risse im Estrich haben in der Regel unterschiedliche Ursachen. Entweder ist der Estrich von sehr unterschiedlicher Stärke. Es kann auch eine zu schnelle Trocknung die Ursache sein. Aber auch ein zu instabiles Dämmmaterial, oder der Estrich hat eine nicht korrekte Zusammensetzung. Falls Risse erkennbar sind, so müssen Bedenken angemeldet werden. Diese Bedenken sind dem Bauherrn schriftlich mitzuteilen, und eine Belegung mit einem Oberboden ist abzulehnen. Es ist nicht zu erwarten, dass eine problemlose Verlegung des Oberbodens erfolgen kann. Der Estrichhersteller bzw. Verleger muss durch sorgfältige Saniermaßnahmen die Risse schließen. Dieses kann durch verdübeln oder vernähen erfolgen. In wie weit auch "Zweikomponentenkleber" geeignet sind, muss vor Ort beurteilt werden. Nach der Sanierung muss auf jeden Fall geprüft werden, ob die Sanierung erfolgreich durchgeführt wurde.

4. Hinweis auf weitergehende Parkettverlegung nach DIN 18356 mit Aufbauempfehlung.

Sollen Bodenbelagsarbeiten nach DIN 18365 ausgeführt werden (Parkettarbeiten) so empfehlen wir bei der Verklebung von Dielen (Lang- oder Kurzdielen) eine Höhendifferenz im Gegensatz zur DIN Norm (3 mm pro m) von 1,5 mm pro m nicht zu überschreiten.

Hinweis:

Die Volvox Untergrundfibel für Fußbodenarbeiten wurde erstellt zur Information des Handels und des Handwerks. Diese Informationen befreien den Handwerker nicht davon die jeweiligen Materialien auf Eignung zu prüfen. Eine etwaige Gewährleistung ist aus den Ausführungen der VOLVOX Untergrundfibel nicht abzuleiten. Falls wir neue Erkenntnisse haben, fließen diese in die jeweils neueste Fassung ein.

Lüdenscheid im Januar 2005



 

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